[english] [italiano]
 
 
Samstag, 04.02.2012 (5. KW)
 Hl. Rabanus Maurus (g)
 4. Woche im Jahreskreis
 Stundenbuch: 4. Woche
Magazin
Magazin
Nigeria: GRAUSAME VERFOLGUNG
Einige Hintergründe zur Lage in Nigeria von Erntehilfe
Immer mehr Kirchen werden geschlossen
Kritische Anmerkungen zu Kirchenschließungen von Erntehilfe
Dummheit ist die schlimmste Folge der Erbsünde
Kardinal Kasper über das ökumenische Engagement des Papstes, Flügelkämpfe und Kommunionempfang von diomira
Alle neuen Beiträge

 

Veranstaltungskalender
01.04.2012, Vallendar
Mittagessen zu zweit
Kreativ gegen den Alltagstrott. 5 Schlüsselworte der Liebe 
mehr...
10.05.2012 – 13.05.2012, Vallendar
Heilig-Rock-Wallfahrt 2012
Pilgerweg von Schönstatt, Vallendar nach Trier 
mehr...
13.05.2012, Vallendar
Bus-Pilgerfahrt nach Trier
13. Mai 2012 -
zum Abschluss der Heilig-Rock-Wallfahrt 
mehr...
02.06.2012 – 03.06.2012, Vallendar
Bikerwallfahrt nach Schönstatt
Der Funke – die Kraft aus der Mitte 
mehr...
Alle Termine zeigen
Welche Veranstaltungen in Ihrer Region sind Ihnen wichtig?
Mitmachen!
Haben Sie Ihren Pfarrbrief zur Hand?
Kontrollieren Sie doch bitte die Gottessdienstzeiten Ihrer Pfarrei.

 So können Sie diomira mitgestalten

 Danke heißt Merci! (Partnerlinks)

 

Share |
Ihr sind ihre vielen Sünden vergeben
Betrachtung zum Ev. Lk. 7, 36 - 8,3

Das Kernstück des heutigen Evangeliums ist die Aussage Jesu zu einem Pharisäer über eine Sünderin: “Deshalb sage ich dir: Ihr sind ihre vielen Sünden vergeben, weil sie (mir) so viel Liebe gezeigt hat. Wem aber nur wenig vergeben wird, der zeigt auch nur wenig Liebe. Dann sagte er zu ihr: Deine Sünden sind dir vergeben“ (Lk 7. 47-48). Der Evangelist bringt aber diese Kernaussage nicht in einem trockenen Lehrstück, sondern zeigt das ganze Umfeld auf, wie es sich im Leben abgespielt hat.  
 


Pater Dr. Bernhard Anton Sirch OSB
Bild: Autor
“Jesus ging in das Haus eines Pharisäers, der ihn zum Essen eingeladen hatte, und legte sich zu Tisch“ (Lk 7,36). Jesus hat keine bestimmte Gruppe von Menschen, etwa die Pharisäer, gemieden. Jesus ist offen für alle. Auch für die heutige Seelsorge muß gelten: der Priester ist für alle da.  
 
Jesus geht aber nicht einfach in ein Haus und ist plötzlich da, sondern er läßt sich einladen. Haben wir Jesus oder seine Stellvertreter, schon einmal eingeladen? Die Gläubigen sollen und können Jesus oder die Priester in ihr Haus einladen, wie der Pharisäer Jesus eingeladen hat: Jesus nimmt sich Zeit, wenn er eingeladen wird.  
 
Zur damaligen Zeit war es keineswegs so: Hier ist die Türschwelle meiner Wohnung, dort beginnt meine Privatsphäre und niemand hat darin etwas zu suchen; das Haus des Pharisäer Simon war offen für die Menschen. Es ist nicht ideal, wenn heute nur "Bürostunden" angeboten werden - was durch die Priesternot leider der Regelfall ist - , wobei viele Menschen eine Scheu haben, selbst wenn sie ein Problem haben, um ein Gespräch anzufragen. Man kann hier die Kluft sehen, die entstanden ist. Früher gab es nicht die scharfe Abtrennung. Nur so ist folgende Situation zu verstehen: „Als nun eine Sünderin, die in der Stadt lebte, erfuhr, daß Jesus im Haus des Pharisäers bei Tisch war, kam sie mit einem Alabastergefäß voll wohlriechendem Öl und trat von hinten an ihn heran. Dabei weinte sie, und ihre Tränen fielen auf seine Füße. Sie trocknete seine Füße mit ihrem Haar, küßte sie und salbte sie mit dem Öl“ (Lk 7, 37-38). Wir sehen, was sich die Sünderin traut: Die Frau weiß sich als Sünderin; dies ist bekannt und wird deswegen auch verachtet. Sie weiß auch: nur Jesus hat Verständnis für sie, zu ihm kann sie kommen; ihr ist es gleichgültig, was die anderen sagen werden. Sie geht einfach in das Haus des Pharisäers, ohne zu fragen. Die Sünderin fragt auch Jesus nicht. Sie handelt.  
 
Zu Jesus darf jeder kommen, auch ohne anzuklopfen. Zu Jesus hat jeder, zu jeder Zeit einen Zugang. Ich möchte sie ermuntern, einfach zu Jesus zu gehen; machen sie sich auf den Weg zu Jesus. Wir können uns fragen, wo finden wir Personen, Orte, wo wir jeder Zeit hingehen können? Ich wünsche Ihnen, dass Sie einen Menschen haben, den sie jederzeit anrufen können oder zu dem sie gehen können, dem sie das, was sie auf dem Herzen haben, sagen können, wobei sie keine Angst haben müssen, was sagen die Anderen dazu.  
 
Der Pharisäer im heutigen Evangelium sagt es nicht offen, was er denkt und was wohl viele andere denken: “Als der Pharisäer, der ihn eingeladen hatte, das sah, dachte er: Wenn er wirklich ein Prophet wäre, müßte er wissen, was das für eine Frau ist, von der er sich berühren läßt; er wüßte, daß sie eine Sünderin ist" (Lk 7, 39). Haben wir nicht die gleiche Haltung und Gesinnung Menschen gegenüber, die in der Gesellschaft keine gute Stellung haben. Vielleicht ist es gut, unser „Wissen“ über die Menschen zu überprüfen. Werden wir diesen Menschen gerecht? Ist die ablehnende Haltung die einzige Möglichkeit mit solchen Menschen umzugehen? Viele Menschen sind abgestempelt und in eine entsprechende Schublade abgelegt: als Alkoholiker, als sturer Kopf, usw., von der sie nie mehr herauskommen! Wenn sie einen Menschen "bessern" wollen, sollten sie ihn zuvor dreimal gelobt haben. Es gibt genügend Negativ-Analysten, die nichts Gutes am Anderen sehen und dem Anderen auch nicht mit Wohlwollen gegenüber treten.  
 
Jesus versucht Brücken zu bauen, sich in den Anderen hineinzudenken, ihm gerecht zu werden. Es handelt sich um einen Menschen, um ein Kind Gottes. Die Güte, bzw. Reife eines Menschen zeigt sich vor allem, wie er mit den "Sündern", mit der Eigenart des Anderen umgehen kann. Jesus ist nicht gekommen, um zu verurteilen, abzustempeln, sondern zu verzeihen, die Schuld zu erlassen, unabhängig wie groß die Schuld ist. Jesus versucht dem Pharisäer seine Auffassung zu erklären und Verständnis zu wecken: „Da wandte sich Jesus an ihn und sagte: Simon, ich möchte dir etwas sagen. Er erwiderte: Sprich, Meister! (Jesus sagte:) Ein Geldverleiher hatte zwei Schuldner; der eine war ihm fünfhundert Denare schuldig, der andere fünfzig. Als sie ihre Schulden nicht bezahlen konnten, erließ er sie beiden. Wer von ihnen wird ihn nun mehr lieben? Simon antwortete: Ich nehme an, der, dem er mehr erlassen hat. Jesus sagte zu ihm: Du hast recht“ (Lk 7, 40-43). Es ist verwunderlich, wie scharf Jesus dem Pharisäer antwortet und sogar Vorwürfe macht; das Verhalten der Sünderin dagegen lobt: „Dann wandte er sich der Frau zu und sagte zu Simon: Siehst du diese Frau? Als ich in dein Haus kam, hast du mir kein Wasser zum Waschen der Füße gegeben; sie aber hat ihre Tränen über meinen Füßen vergossen und sie mit ihrem Haar abgetrocknet. Du hast mir (zur Begrüßung) keinen Kuß gegeben; sie aber hat mir, seit ich hier bin, unaufhörlich die Füße geküßt. Du hast mir nicht das Haar mit Öl gesalbt; sie aber hat mir mit ihrem wohlriechenden Öl die Füße gesalbt“ (Lk.7, 44-46).  
 
Jesus ist bestrebt, dem einzelnen Menschen zu begegnen und ihn zu verstehen in seinem Leid, in seiner Not. Die Frau soll das Gefühl haben, Jesus vergißt alle Menschen um sich herum, und wendet sich allein ihr zu: „Deshalb sage ich dir: Ihr sind ihre vielen Sünden vergeben, weil sie mir so viel Liebe gezeigt hat. Wem aber nur wenig vergeben wird, der zeigt auch nur wenig Liebe. Dann sagte er zu ihr: Deine Sünden sind dir vergeben“ (Lk 7, 47-48). Es ist tröstlich zu wissen: Jesus vergibt die Sünden, er erläßt die Schuld und schaut dabei nicht auf die Meinung der Menschen. Die Menschen sind oft hartherzig und können nur schwer verzeihen (Vgl. in meiner Homepage: www.pater-bernhard-sirch.de Grundgebete mit Meditationen: Vater unser: Vergib und uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern; und: Stufen der Liebe).  
 
Die Menschen werden wegen der Vollmacht Jesu, Sünden zu vergeben, hellhörig. „Da dachten die anderen Gäste: Wer ist das, daß er sogar Sünden vergibt? Er aber sagte zu der Frau: Dein Glaube hat dir geholfen. Geh in Frieden!“ (Lk 7, 49 - 50). Auch wir können voll Vertrauen zu Jesus, beziehungsweise seinen Beauftragen, gehen, die die Vollmacht erhielten: „Empfanget den heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert“ (Joh 20, 22-23).  
 
Jesus möchte uns den Frieden für unsere Seele schenken und sagen: „Dein Glaube hat dir geholfen. Geh in Frieden!“ (Lk 7, 49 - 50). Der Priester sagt am Ende jeder Messe: "Gehet hin in Frieden". Jesus lädt alle Menschen ein, zur hl. Messe zu kommen, dass wir seelische Nahrung erhalten durch sein Wort und Sakrament und so gestärkt werden für den Alltag, dass wir zufrieden - in dem Wort "zufrieden" steckt das Wort "Frieden" - , glücklich sind und Mut und Freude für den Alltag erhalten. Dies wünsche ich Ihnen von Herzen.  
 
(Pater Dr. Bernhard Anton Sirch OSB ist Geistlicher Assistent der Diözesanen Mesnerverbände Österreichs und Südtirols)
Autor: P. Sirch
Veröffentlicht am: 10.06.2010
 Leserkommentare
Neuen Kommentar eingeben





 

 

 
 

Passwort vergessen?   Neu als Mitglied registrieren

 

Der Facebook-Login ist wegen Wartungsarbeiten zur Zeit leider nicht verfügbar

 

 

Partner von

Diese Website zu Mister Wong hinzufügen Bookmark für diese Diomira Seite bei del.icio.us Bookmark für diese Diomira-Seite bei Spurl.net Bookmark für diese Diomira-Seite bei Webnews! Bookmark für diese Diomira-Seite bei Digg! Bookmark bei Bloglines Bookmark bei Technorati Bookmark für diese Diomira-Seite bei YahooMyWeb Bookmark für diese Diomira-Seite bei blogmarks Bookmark für diese Diomira-Seite bei Ma.gnolia.com

Bei technischen Problemen bitte Mitteilung an webmaster@diomira.de
Dieser Service ist auch erreichbar über
kirchensuchmaschine.de, gottesdienste24.de und kirchen24.de
Impressum

Heute haben Namenstag
Andreas, Christian, Gilbert, Jakob, Johanna und Veronika
 
Wo Glocken rufen*)
für mehr Infos zu den Kirchen, mit der Maus über die Bilder fahren

Gottesdienste und katholische Kirchen

Sankt Marien
26892 Heede, Ems
23.30 Uhr
Gebet
Maria Königin
58509 Lüdenscheid
21.30 Uhr
Osternacht
St. Karl Borromäus
79098 Freiburg
21.45 Uhr
Stundengebet
Hl. Dreikönige
41464 Neuss
21.30 Uhr
Osternacht
St. Josef
13086 Berlin
22.00 Uhr
Osternacht
St. Laurentius
69118 Heidelberg
21.30 Uhr
Osternacht
Kölner Dom
50667 Köln
22.30 Uhr
Osternacht
Heilig Geist
69117 Heidelberg
21.30 Uhr
Osternacht
St. Quirinus
83684 Tegernsee
21.30 Uhr
Osternacht
St. Thomas von Aquin
10115 Berlin
22.00 Uhr
Osternacht
St. Johann
66111 Saarbrücken
22.00 Uhr
Messfeier
St. Afra
13355 Berlin
21.30 Uhr
Osternacht
St. Hedwig
70567 Stuttgart
22.00 Uhr
Osternacht
St. Laurentius
10559 Berlin
22.00 Uhr
Osternacht
Autobahnkirche St. Christophorus
76532 Baden-Baden
22.00 Uhr
Osternacht
Heilig Kreuz
50674 Köln
21.30 Uhr
Osternacht
St. Joseph
22767 Hamburg
22.00 Uhr
Osternacht
St. Mariä Empfängnis
42329 Wuppertal
22.00 Uhr
Osternacht
Propstei St. Johann
47166 Duisburg
22.00 Uhr
Osternacht
St. Ulrich
25826 Sankt Peter-Ording
22.00 Uhr
Osternacht
Maria Vesperbild
86473 Ziemetshausen
21.30 Uhr
Messfeier
St. Marien (Liebfrauen)
10997 Berlin
22.00 Uhr
Osternacht
St. Remigius
46325 Borken
22.00 Uhr
Osternacht
St. Severinus
50859 Köln
22.00 Uhr
Osternacht
Mariä Himmelfahrt
08371 Glauchau
22.00 Uhr
Osternacht
St. Paulus
72076 Tübingen
21.30 Uhr
Osternacht
St. Maria in der Kupfergasse
50667 Köln
22.00 Uhr
Messfeier
St. Petrus Canisius
55122 Mainz
22.00 Uhr
Osternacht
St. Joseph
09130 Chemnitz
22.00 Uhr
Osternacht
*) Alle Angaben ohne Gewähr.
 Zeiten eintragen/bearbeiten 
 

Anzeigen