[english] [italiano]
 
 
Samstag, 04.02.2012 (5. KW)
 Hl. Rabanus Maurus (g)
 4. Woche im Jahreskreis
 Stundenbuch: 4. Woche
Magazin
Magazin
Nigeria: GRAUSAME VERFOLGUNG
Einige Hintergründe zur Lage in Nigeria von Erntehilfe
Immer mehr Kirchen werden geschlossen
Kritische Anmerkungen zu Kirchenschließungen von Erntehilfe
Dummheit ist die schlimmste Folge der Erbsünde
Kardinal Kasper über das ökumenische Engagement des Papstes, Flügelkämpfe und Kommunionempfang von diomira
Alle neuen Beiträge

 

Veranstaltungskalender
01.04.2012, Vallendar
Mittagessen zu zweit
Kreativ gegen den Alltagstrott. 5 Schlüsselworte der Liebe 
mehr...
10.05.2012 – 13.05.2012, Vallendar
Heilig-Rock-Wallfahrt 2012
Pilgerweg von Schönstatt, Vallendar nach Trier 
mehr...
13.05.2012, Vallendar
Bus-Pilgerfahrt nach Trier
13. Mai 2012 -
zum Abschluss der Heilig-Rock-Wallfahrt 
mehr...
02.06.2012 – 03.06.2012, Vallendar
Bikerwallfahrt nach Schönstatt
Der Funke – die Kraft aus der Mitte 
mehr...
Alle Termine zeigen
Welche Veranstaltungen in Ihrer Region sind Ihnen wichtig?
Mitmachen!
Hier gilt das Wiki-Prinzip:
jeder kann Infos eintragen und ändern!

 So können Sie diomira mitgestalten

 Danke heißt Merci! (Partnerlinks)

 

Share |
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter
Betrachtung zum Fest Mariä Himmelfahrt

Papst Pius XII. verkündete am 1.11.1950: "Wir definieren es als ein von Gott geoffenbartes Dogma, daß die unbefleckte, allzeit jungfräuliche Gottesmutter Maria nach Ablauf ihres irdischen Lebens mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen wurde".  
 


Pater Dr. Bernhard Anton Sirch OSB
Bild: Autor
Der Mensch wird nicht nur von der Vergangenheit geprägt, sondern auch von der Zukunft. Mögen wir Christen gerade von unserer Zukunft her geprägt werden und Hoffnung und Zuversicht ausstrahlen. Maria ist unser Vorbild.  
 
Wozu wir Christen berufen sind, wird uns bei der Begegnung von Maria und Elisabet, im Magnifikat vor Augen geführt. Das ist die Prophezeiung, die das Dunkel der Zukunft hell macht.  
 
Das Magnifikat, ein hymnischer Lobpreis Gottes durch Maria. Gleichzeitig muss man das Magnifikat auf dem Hintergrund des Vaterunsers und der Seligpreisungen sehen. Es wird eingeleitet durch die Begrüßung von Elisabet und Maria. Elisabet ruft aus: "Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?" (Lk 1,43). Damit ist auch das Wesentliche angegeben: Christus und Maria, "die Mutter meines Herrn" (Lk 1,43). Wenn nach jüdischer Tradition eine Frau ihre größte Ehre durch ihre Kinder empfängt, so ist die Würde der Messiasmutter schlechthin nicht zu überbieten. Hierin liegt auch der Kern jeder Marienverehrung. Die leider bei Katholiken und Protestanten wenig bekannte Magnifikat-Auslegung (1520) Martin Luthers, steht wohl im Zusammenhang mit dem übertriebenen Marienkult seiner Zeit, zeigt den Autor aber als echten Marienverehrer von überzeitlicher, ökumenischer Dimenion (Marienlexikon Bd.4, 236f). Im Magnifikat spricht Maria vom Geheimnis ihrer Begnadung in Form eines Lobpreises Gottes, der sie und damit auch Israel begnadet hat. Die Bedeutung des Magnifikat zeigt sich im Stundengebet. Der Höhepunkt der Vesper ist das Anstimmen und das Singen des Magnifikat, wobei jeder Mönch das Kreuzzeichen macht. Spätestens seit der Regel des hl. Benedikt (um 500 in Kap. 17,8) hat das Magnifikat im täglichen monastischen Offizium seinen Platz. Der poetischen Form nach besteht das Magnifikat aus Zweizeilern. Nachdem Elisabeth Maria als Mutter des Messias seliggepriesen hat, lenkt Maria den Lobpreis auf Gott.  
 
"Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter (Lk 1,46).  
 
Maria schaut nicht auf sich, sondern auf den Herrn, auf die Größe des Herrn: "Meine Seele preist die Größe des Herrn". Die erste Strophe des Vaterunsers ist ebenfalls ein Lobpreis an den Vater in der Du-Form. Jesus lehrt uns, den Blick zum Vater zu wenden: Vater unser im Himmel. Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden".  
 
Die Seele des Menschen ist befähigt, den Herrn zu erkennen, so dass unser Geist über Gott, der unser Retter ist, jubelt. Die Befähigung, den Herrn zu erkennen, uns Gott zu öffnen, müssen wir üben, dies bedeutet, dass wir jede Eingebung zum Guten sofort in die Tat umsetzen. Nicht dem Bösen nachgeben, sondern das Gute verwirklichen. Diese Übung macht unsere Seele immer mehr hellhörig für die leisen Eingebungen Gottes. Der 2.Vers lautet:  
 
"Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut" (Lk 1, 48).  
 
Jesus sagt uns: "Wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden" (Mt 23.12). Jesus dreht alle unsere Vorstellungen um. Die erste Voraussetzung für die Berufung durch Gott ist "Sich selbst erniedrigen". "Und das Niedrige in der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt" (1 Kor 1,28). Wer sich selbst erniedrigt, öffnet sich Gott. Den Weg der Demut gehen, steht in diametralem Gegensatz zum Zeitgeist unserer Zeit. Jeder Jünger, jede Jüngerin, alle, die in die enge Nachfolge Christi gerufen sind, müssen bereit sein, diesen Weg der Erniedrigung anzunehmen. Wer diesen Weg geht, in dem wirkt Gott. Gott ist der Spender aller guten Gaben. Der anschließende prophetische Satz Marias:  
 
"Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter" (Lk 1, 48) ist die biblische Bestätigung aller Marienverehrung und der Mariologie.  
 
Maria lenkt sofort wieder die Aufmerksamkeit auf Gott, den Mächtigen:  
 
"Denn der Mächtige hat Großes an mir getan,  
und sein Name ist heilig"
(Lk 1, 49).  
 
Wer sich selbst erniedrigt, an dem kann der Mächtige Großes tun. Der von Gott Begnadete ist von der Erhabenheit und Heiligkeit Gottes ergriffen: "sein Name ist heilig" (Lk 1, 49). Jesus selber lehrt uns im Vaterunser beten: "Geheiligt werde Dein Name". Die Sehnsucht der Menschen nach einem heiligen Menschen kann man am Zustrom von Menschen erkennen zu Stätten, wo dieses Ideal aufleuchtet: Mutter Theresa, P. Pio, Bruder Franz, Papst Johannes XXIII usw. Die Menschen spüren, dass hier etwas von Gott durchleuchtet ist, zum Leuchten kommt. Hier wird etwas lebendig, von dem sich die Menschen eine ganzheitliche Heilung erwarten. Diese Heiligkeit ist in Gott gegeben. Die Dämonen sagen zu Jesus: "Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? ...Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes" (Mk 1,24; Lk 4,34; vgl. Joh 6,69). So hören wir schon bei der Verkündigung des Engels an Maria: "Der heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden" (Lk 1,35). Diese Heiligkeit erbittet Jesus für uns: "Und ich heilige mich für sie, damit auch sie in der Wahrheit geheiligt sind" (Jo 17,19). Nur von Gott kann gesagt werden: "Heilig, heilig, heilig ist der Herr, der Gott, der Herrscher über die ganze Schöpfung" (Offb 4,8). Die Vollendung des Menschen wird sein, daß er an der Heiligkeit Gottes teilhat: "Selig und heilig, wer an der ersten Auferstehung teilhat (Offb 20,6).  
 
 
"Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht  
über alle, die ihn fürchten"
(Lk 1,50)  
 
Hier kommt ein Grundzug Gottes zum Vorschein: Gottes Erbarmen. Wie sehr hat Jesus versucht, Gott als den barmherzigen Vater aufzuzeigen, etwa im Gleichnis vom verlorenen Sohn, bzw. dem barmherzigen Vater (Lk 15, 11-32) oder vom barmherzigen Samariter (Lk 10, 25-37). Auch hier haben wir wieder eine Beziehung zum Vaterunser, wenn Jesus uns beten lehrt: Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Die Barmherzigkeit, die wir von Gott erfahren, sollen wir weitergeben. Wenn wir barmherzig sind, wird sich Gott von unserer Barmherzigkeit nicht übertreffen lassen; er wird mit uns noch viel barmherziger sein. Voraussetzung für die Barmherzigkeit ist, dass wir Gott fürchten, dass wir vor ihm Ehrfurcht haben.  
 
"Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten:  
Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;  
er stürzt die Mächtigen vom Thron  
und erhöht die Niedrigen.  
Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben  
und lässt die Reichen leer ausgehen"
 
(Lk 1, 51 - 53).  
 
Gott tut mit seinem Arm, dem Symbol der Kraft, Mächtiges, indem er die menschlichen Verhältnisse umkehrt. Die Niedrigen, die Hungernden, die in dieser Welt unterdrückten und enttäuschten Armen, erhöht Gott, wie Gott Maria erhöht hat. Dies kann ein Trost sein für alle, die in dieser Welt, Schweres, Hartes zu ertragen haben, scheinbar in dieser Welt "nichts" bedeuten. Jesus nimmt dieses Thema, das hier programmatisch anklingt, in den Seligpreisungen auf: "Selig, die arm sind vor Gott, denn ihnen gehört das Himmelreich... Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit, denn sie werden satt werden. Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden" (Mt 5, 3-7). Wir brauchen jedoch nicht nur auf sein himmlisches Reich schauen; immer wieder kann man erleben, wie die Mächtigen vom Thron gestürzt werden und wie wenig von einem "1000jährigen Reich" und von manchen "mächtigen Herrschern" übrig bleibt.  
 
"Er nimmt sich seines Knechtes Israel an  
und denkt an sein Erbarmen,  
das er unsern Vätern verheißen hat,  
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig"
 
(Lk 1, 54.55).  
 
Wenn nun Gott in Maria einen Neuanfang macht und sie den Messias gebären darf, so ist dies grundgelegt im Erbarmen Gottes, das er unsern Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig" (Lk 1, 55). In Maria nimmt sich nun Gott seines Knechtes Israel an, er nimmt sich unser an, jedes Einzelnen. Wir müssen jedoch immer auf Maria schauen, die zum Mittragen des Kreuzes ihres Sohnes berufen war. Auch Jesus muss den Weg der Erniedrigung gehen: "er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz" (Phil 2,8). Die Verheißung Gottes ist in Maria gebündelt. Ihr Ja-Wort zu Gott trägt bei zum grundsätzlichen Wandel in der Welt. Uns zum Trost ist gesagt: "Gott nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen" (Lk 1, 54). Dies ist die Prophezeiung und Richtschnur für das kommende Jahrtausend. Lassen wir uns vom Geist Mariens, vom Geist des Magnifikat prägen, sodass bereits jetzt etwas von diesem kommenden Reich Gottes aufleuchtet: "Ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott her aus dem Himmel herabkommen; sie war bereit wie eine Braut, die sich für ihren Mann geschmückt hat. Da hörte ich eine laute Stimme vom Thron her rufen: Seht, die Wohnung Gottes unter den Menschen! Er wird in ihrer Mitte wohnen, und sie werden sein Volk sein; und er, Gott, wird bei ihnen sein. Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen. Er, der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu" (Offb 21, 2-5a).  
 
 
Dr. P. Bernhard Sirch,  
Katholisches Pfarramt, Propstei - Schlößl, Hauptstraße 4, D - 92278 Illschwang. Tel. 09666/951272.
Autor: P. Sirch
Veröffentlicht am: 13.08.2010
 Leserkommentare
Neuen Kommentar eingeben





 

 

 
 

Passwort vergessen?   Neu als Mitglied registrieren

 

Der Facebook-Login ist wegen Wartungsarbeiten zur Zeit leider nicht verfügbar

 

 

Partner von

Diese Website zu Mister Wong hinzufügen Bookmark für diese Diomira Seite bei del.icio.us Bookmark für diese Diomira-Seite bei Spurl.net Bookmark für diese Diomira-Seite bei Webnews! Bookmark für diese Diomira-Seite bei Digg! Bookmark bei Bloglines Bookmark bei Technorati Bookmark für diese Diomira-Seite bei YahooMyWeb Bookmark für diese Diomira-Seite bei blogmarks Bookmark für diese Diomira-Seite bei Ma.gnolia.com

Bei technischen Problemen bitte Mitteilung an webmaster@diomira.de
Dieser Service ist auch erreichbar über
kirchensuchmaschine.de, gottesdienste24.de und kirchen24.de
Impressum

Heute haben Namenstag
Andreas, Christian, Gilbert, Jakob, Johanna und Veronika
 
Wo Glocken rufen*)
für mehr Infos zu den Kirchen, mit der Maus über die Bilder fahren

Gottesdienste und katholische Kirchen

Heilig Geist
69117 Heidelberg
21.30 Uhr
Osternacht
St. Hedwig
70567 Stuttgart
22.00 Uhr
Osternacht
St. Marien (Liebfrauen)
10997 Berlin
22.00 Uhr
Osternacht
St. Joseph
09130 Chemnitz
22.00 Uhr
Osternacht
Sankt Marien
26892 Heede, Ems
22.00 Uhr
Messfeier
St. Severinus
50859 Köln
22.00 Uhr
Osternacht
Maria Vesperbild
86473 Ziemetshausen
21.30 Uhr
Messfeier
St. Ulrich
25826 Sankt Peter-Ording
22.00 Uhr
Osternacht
St. Maria in der Kupfergasse
50667 Köln
22.00 Uhr
Messfeier
St. Mariä Empfängnis
42329 Wuppertal
22.00 Uhr
Osternacht
Hl. Dreikönige
41464 Neuss
21.30 Uhr
Osternacht
St. Karl Borromäus
79098 Freiburg
21.45 Uhr
Stundengebet
St. Laurentius
10559 Berlin
22.00 Uhr
Osternacht
Autobahnkirche St. Christophorus
76532 Baden-Baden
22.00 Uhr
Osternacht
St. Afra
13355 Berlin
21.30 Uhr
Osternacht
St. Remigius
46325 Borken
22.00 Uhr
Osternacht
St. Joseph
22767 Hamburg
22.00 Uhr
Osternacht
St. Petrus Canisius
55122 Mainz
22.00 Uhr
Osternacht
Propstei St. Johann
47166 Duisburg
22.00 Uhr
Osternacht
Kölner Dom
50667 Köln
22.30 Uhr
Osternacht
St. Johann
66111 Saarbrücken
22.00 Uhr
Messfeier
St. Thomas von Aquin
10115 Berlin
22.00 Uhr
Osternacht
St. Quirinus
83684 Tegernsee
21.30 Uhr
Osternacht
Mariä Himmelfahrt
08371 Glauchau
22.00 Uhr
Osternacht
Heilig Kreuz
50674 Köln
21.30 Uhr
Osternacht
St. Laurentius
69118 Heidelberg
21.30 Uhr
Osternacht
St. Josef
13086 Berlin
22.00 Uhr
Osternacht
Maria Königin
58509 Lüdenscheid
21.30 Uhr
Osternacht
St. Paulus
72076 Tübingen
21.30 Uhr
Osternacht
*) Alle Angaben ohne Gewähr.
 Zeiten eintragen/bearbeiten 
 

Anzeigen